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Einspringen und Besserwissen - so vermeidest du, dass dein Hund dein Signal vorwegnimmt
Hunde sind klug – manchmal sogar so klug, dass sie sich bereits denken, welches Kommando als Nächstes kommt. Doch wenn dein Hund eigenständig agiert, bevor du das Signal gibst, kann das im Training und Alltag zu Problemen führen. In diesem Artikel erfährst du, warum Hunde Kommandos vorwegnehmen, welchen drei Grundsätzen du folgen solltest und wie du deinem Hund klar machst, was du von ihm möchtest.
Warum Hunde Kommandos vorwegnehmen
Hunde lernen durch Wiederholung. Wenn du bestimmte Abläufe immer gleich trainierst, erkennt dein Hund Muster und kann vorausahnen, was als Nächstes passiert. Das führt dazu, dass er selbstständig handelt, bevor du das Signal gibst.
Typische Beispiele sind:
- Dein Hund weiß, dass er nach dem „Voran“ zum Suchenpfiff übergehen soll und beginnt eigenständig zu suchen.
- Du richtest ihn in eine bestimmte Richtung aus – und er startet von selbst, bevor du das Signal gibst.
- Er kennt die Reihenfolge der Übungen und führt die nächste bereits aus, ohne auf dein Kommando zu warten.
Dieses Verhalten zeigt, dass dein Hund aufmerksam ist und gut gelernt hat. Doch es kann problematisch sein, wenn er unaufgefordert losläuft und einspringt.Drei wichtige Grundsätze
Grundsatz 1 - Sei unberechenbar für deinen Hund
Damit dein Hund aufmerksam auf deine Signale wartet, solltest du ihn immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Das bedeutet:
✔️ Trainiere nicht nach einem festen Muster, sondern variiere die Abläufe.
✔️ Führe Übungen nicht immer auf die gleiche Weise aus.
✔️ Ändere deine Rituale gezielt, damit dein Hund sich nicht auf ein Schema verlässt.
Ein positiver Nebeneffekt: Dein Hund wird nicht nur aufmerksamer, sondern das Einspringen wird weniger.
Grundsatz 2 - Was du deinem Hund sagen solltest, wenn er denn einspringt
Viele Hundeführer machen den Fehler, unerwünschtes Verhalten zu korrigieren, indem sie „Nein!“ oder „Stopp!“ sagen. Doch damit gibst du deinem Hund keine klare Anleitung, was er stattdessen tun soll.
🔹Sage was du möchtest („Sitz!“).und nicht, was du NICHT möchtest („Nein!“)
🔹 Reagiere sofort, wenn dein Hund zuckt oder loslaufen will – nicht erst, wenn er bereits unterwegs ist.
Beispiel: "Back" schicken
- Dein Hund sitzt 10m vor dir.
- Du hebst den Arm – und dein Hund läuft los, bevor du das Signal gibst.
- Statt „Nein!“ zu rufen, korrigiere sofort: „Sitz!“
- Wenn dein Hund dann wieder sitzt, nimmst du den Arm erneut nach oben und wartest kurz, ob er auch auf dein Kommando wartet
- dann schickst du ihn Back
- So lernt dein Hund, dass er erst auf dein explizites Signal reagieren soll.
Grundsatz 3 - Wenn dein Hund schneller wird, musst du langsamer werden
Manche Hundeführer versuchen, ihren Hund schneller zu schicken, damit es nicht so aussieht, als würde er einspringen. Doch das verstärkt das Problem nur.
💡 Statt schneller zu werden, solltest du bewusst langsamer agieren.
So kann dein Hund zeigen, dass er verstanden hat, dass er warten muss. Eine mögliche Übung:
- Hund absetzen.
- Abstand einnehmen.
- Arm nach oben nehmen.
- atmen und kurz warten
- Sitzpfiff geben.
- Arm oben halten.
- Arm zur Seite bewegen für dein „Seite“ Signal
- Langsam das Signal für den Start geben.
Wichtig: Das ist nur ein Zwischenschritt! Am Ende solltest du wieder in normalem Tempo arbeiten. Sonst riskierst du, dass dein Hund entweder übermotiviert oder zu passiv wird.
Fazit: So vermeidest du, dass dein Hund nicht auf dein Signal wartet
✅ Deine Berechenbarkeit ist das Problem – dein Hund erkennt Muster und handelt eigenständig.
✅ Sei unberechenbar – ändere Abläufe und trainiere ohne feste Muster.
✅ Sage deinem Hund, was du möchtest – korrigiere mit einem klaren Kommando, anstatt nur zu verbieten.
✅ Werde langsamer, wenn dein Hund schneller wird – das zwingt ihn, auf dein Signal zu warten.
Mit diesen Tipps wird dein Hund aufmerksamer auf deine Kommandos achten und nicht mehr eigenständig handeln, bevor du es möchtest. Viel Erfolg beim Training! 🚀🐶